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Ausschuss zur Finanz-, Wirtschafts- & Sozialkrise | CRIS

CRIS

Im letzten Quartal des Jahres 2008 verlangsamte sich die Weltwirtschaft nach dem Ausbruch der Finanzkrise drastisch und kam fast zum Stillstand. Das Treffen der G20-Staaten in London Anfang April 2009 war einer Weltkrisensitzung allerhöchsten Grades gleichzusetzen. Innerhalb des europäischen Parlaments untersuchten zunächst verschiedene permanente Ausschüsse die Konsequenzen der Weltwirtschaftskrise. Als jedoch mehr und mehr europäische Regionen und Industriesektoren begannen unter den Folgen zu leiden, rief das Europäische Parlament den Sonderausschuss zur Finanz,- Wirtschafts- und Sozialkrise (CRIS) ins Leben.

Am 7. Oktober 2009 entschied das Europäische Parlament, dass der Ausschuss, aus 45 ordentlichen und 45 stellvertretenden Abgeordneten bestehend, die Ausmaße der Krise analysieren und Strategien zur Bewältigung und Vermeidung weiterer Krisen in der Zukunft entwickeln soll. Dr. Wolf Klinz wurde einstimmig zum Vorsitzenden des Ausschusses gewählt. Zu den stellvertretenden Vorsitzenden wurden Iliana Ivanova (EVP), Lisa Jaakonsaari (S&D), Pascal Canfin (Grüne) und Miguel Portas (GUE) bestimmt. Berichterstatterin ist Pervenche Berès (S&D) aus Frankreich.

Der Ausschuss ist zuständig für:

  1. Analyse und Bewertung des Ausmaßes der ökonomischen, finanziellen und sozialen Krise, ihrer Auswirkungen der auf die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten und des Stands der weltweiten Governance sowie Vorschlag geeigneter Maßnahmen, um intakte und dauerhaft tragfähige Finanzmärkte langfristig wiederherzustellen, die in der Lage sind, nachhaltiges Wachstum, sozialen Zusammenhalt und Beschäftigung auf allen Ebenen zu unterstützen, und darüber hinaus Vornahme einer Einschätzung der Wirkung dieser Maßnahmen und der Kosten der Untätigkeit;
  2. Analyse und Bewertung der bisherigen Anwendung des Gemeinschaftsrechts in allen betroffenen Bereichen und der Koordinierung der Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Förderung eines nachhaltigen und qualitativen Wachstums und langfristiger Investitionen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Demografie und Klima unter Berücksichtigung des Subsidiaritätsprinzips;
  3. in diesem Sinne Herstellung der erforderlichen Kontakte und Veranstaltung von Anhörungen mit den Organen der Europäischen Union, den nationalen, europäischen und internationalen Einrichtungen und Foren, den Parlamenten und Regierungen der Mitgliedstaaten und von Drittstaaten sowie Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, einschließlich der Sozialpartner, in enger Zusammenarbeit mit den ständigen Ausschüssen.

Der Sonderausschuss zur Finanz-, Wirtschafts-, und Sozialkrise (CRIS) hielt seit seiner Gründung zahlreiche Anhörungen ab und beschäftigte sich intensiv mit der Erforschung der Faktoren die zu der Finanzkrise führten. Öffentliche Anhörungen, zu denen Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik geladen waren, fanden statt. Eine vollständige Übersicht der öffentliche Anhörungen entnehmen Sie der nachfolgende Liste:

  • The causes of the financial crisis and the consequences and challenges for the European Union (10.11.09)
  • The Spread of the Crisis: Impact of the crisis on the real economy and public finances (14.01.10)
  • The Social Impact of the Crisis: Unemployment and the social state, Demographic challenges and the pension system (28.01.10)
  • Financial Regulation and Supervision (25.02.10)
  • European Economic Governance (18.03.10)
  • Global Economic Governance (25.03.10)
  • Economic Exit Strategies (15.04.10)

Am 17. Juni 2010 wurde das Mandat des Sonderausschusses zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise (CRIS) um neun Monate verlängert. Der Sonderausschuss zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise (CRIS) wird somit bis Ende Juli 2011 unter dem Vorsitz von Dr. Wolf Klinz weiterarbeiten.

Website des CRIS-Ausschusses