Pressemitteilungen

PressemitteilungenDienstag 15. November 2011

KLINZ: Ratingagenturen - Nicht den Boten bestrafen

Zu den von der Kommission vorgestellten Neuregelungen für  Ratingagenturen sagt Dr. Wolf Klinz, finanzpolitischer Sprecher der  FDP im EP und Berichterstatter des Initiativberichts zu Ratingagenturen vom Sommer 2011:  „Wir dürfen nicht den Boten bestrafen – Ratingagenturen sind nicht an  allem Schuld. Allerdings gibt es Schwächen im System, die behoben werden müssen: Wir brauchen mehr Transparenz und weniger Abhängigkeit  von Ratingagenturen im Markt. Der Sektor braucht vor allem mehr Wettbewerb und die Anbieter müssen bei grober Fahrlässigkeit auch haftbar gemacht werden können.  Die vermeintliche Herabstufung Frankreichs als aktueller Fall zeigt, wie abhängig die Märkte von externen Bewertungen geworden sind. Investoren sollten wieder verstärkt eigene Bewertungen durchführen. Wir müssen sorgfältig prüfen, ob die von der Kommission vorgeschlagenen Neuregelungen diese Probleme tatsächlich lösen und angemessen sind.“  Die Europäische Kommission hat in ihrer Neuregelung zahlreiche  Vorschläge aus dem Initiativbericht des Europäischen Parlaments  aufgegriffen. So sind zivilrechtliche Haftungsregeln, ein neuer Europäischer Ratingindex (EURIX) und weitere Maßnahmen zum Abbau von  Interessenkonflikten vorgesehen. Die Quasi-Monopolstruktur der drei großen Ratingagenturen wird jedoch nicht aufgebrochen, so Klinz:  „Leider hat die Kommission die vom Parlament geforderte  Machbarkeitsstudie zur Schaffung einer unabhängigen europäischen  Bewertungsstiftung zur Belebung des Wettbewerbs bisher nicht vorgelegt.“

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PressemitteilungenDienstag 15. November 2011

EP verabschiedet Kompromisspaket: Ungedeckte Leerverkäufe ab 2012 verboten

Ungedeckte Leerverkäufe von Kreditausfallversicherungen auf Staatsanleihen werden ab November 2012 verboten. Die entsprechende Bestimmung hat das Europäische Parlament als Teil eines Kompromisspakets mit dem Rat heute verabschiedet. Gleichzeitig bekommen die Mitgliedstaaten das Recht, das Verbot auszusetzen, wenn auf der Basis eines Kriterienkatalogs begründet werden kann, dass der Zugang zum Kapitalmarkt nicht ausreichend gewährleistet und das Verbot Ursache dieses Problems ist. Zu den Kriterien gehört ein Ansteigen der Renditen bzw. Zinsen für Anleihen im Vergleich zu anderen Staaten oder eine Verteuerung der Kreditausfallversicherungen. Die Verordnung führt zudem Regeln für Leerverkäufe von Aktien und Anleihen ein, mittels derer die Transparenz solcher Geschäfte erhöht werden soll und um den Aufsichtsbehörden die Möglichkeit zu geben, sogenannte systemrelevante Risiken oder Missbrauch festzustellen. Künftig muss bei Eingehen einer Short-Position sichergestellt sein, dass die entsprechenden Wertpapiere tatsächlich im Besitz des Händlers oder zumindest verfügbar sind. Dies richtet sich gegen die Praxis des ungedeckten Leerverkaufs bei dem mit Papieren gehandelt wird, die nicht im Besitz des Händlers sind. Dr. Wolf Klinz, finanzpolitischer Sprecher der FDP im EP: „Ungedeckte Leerverkäufe erübrigen sich mit der neuen Regelung. Ich habe Sympathien für das Verbot: Warum sollte ein Marktteilnehmer Papiere verkaufen können, die er nicht besitzt? Dennoch ist klar, dass die empirischen Studien in diesem Bereich keine eindeutige Antwort auf die Frage nach negativen Auswirkungen solcher Geschäfte geben, die trotz allem die Liquidität im Markt erhöhen und die Preisfindung erleichtern. Transparenz zu schaffen halte ich für sehr wichtig und das Ziel aller unserer Maßnahmen ist das Erhöhen von Transparenz.“

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PressemitteilungenDonnerstag 20. Oktober 2011

Dr. Wolf Klinz spricht bei CEPS Veranstaltung zum Thema "Schattenwirtschaft in Europa"

Auf Einladung der Brüsseler Denkfabrik "The Centre for European Policy Studies" (CEPS), hat Europaabgeordneter Dr. Wolf Klinz am 18. Oktober an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Schattenwirtschaft in Europa" teilgenommen. Weitere Teilnehmer waren Prof. Friedrich Schneider, Universität Linz; Andreas Pratz, Head of the Financial Institutions Group, AT Kearney; Davide Steffanini, VISA Europe; sowie Florian Woehlbier, Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen (ECFIN), Europäische Kommission. Wolf Klinz brachte zum Ausdruck, dass die Schattenwirtschaft in der Vergangenheit durchweg als schlecht angesehen wurde. Jedoch müsse man sich der aktuellen Realität stellen, dass diese Einkommensquelle vielen Menschen die einzige Chance bieten, den Lebensunterhalt zu finanzieren. Deshalb sei es enorm wichtig, die richtigen Anreize zu setzen um Menschen aus der Schattenwirtschaft in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu vermittel. Klinz mahnte allerdings an, dass die Änderung von Verhalten und Verständnis der Betroffenen eine große Herausforderung ist.

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PressemitteilungenDonnerstag 22. September 2011

Simulation Europäisches Parlament 2011 | "Europa, wir greifen nach den Sternen!"

Zum dreizehnten Mal lädt die Junge Europäische Bewegung Schüler/innen der 11. bis 13. Klassen zur Simulation Europäisches Parlament in den Reichstag und das Berliner Abgeordnetenhaus ein. Wie bereits im letzten Jahr veranstaltet sie aufgrund des großen Interesses zwei Simulationen: die SIMEP¹ am 30. und 31. Oktober und die SIMEP² am 20. und 21. November. Auch in diesem Jahr haben somit 400 Schülern/innen die einzigartige Gelegenheit, für zwei Tage in die Rolle von Europa-Abgeordneten zu schlüpfen. Sie diskutieren aktuelle und hoch brisante europapolitische Themen und können so selbst erfahren, wie europäische Politik in der parlamentarischen Praxis tatsächlich abläuft. Nur wer es selbst einmal miterlebt hat, wird richtig verstehen, wie europapolitische Entscheidungen tatsächlich entstehen und was Europapolitik so besonders macht. Die jungen Europa-Abgeordneten debattieren und verhandeln mit Kollegen/innen aus anderen Fraktionen und EU-Mitgliedstaaten, suchen nach Kompromissen und feilen an Entschließungen. Dabei werden sie von 'echten' Abgeordneten aus allen Fraktionen des Europäischen Parlaments begleitet. Während ihrer Beratungen werden die jungen Abgeordneten auf Schritt und Tritt von einer Schülerpressegruppe begleitet. Die so entstehende Zeitung wird am Ende der SIMEP druckfrisch an alle Teilnehmenden verteilt. Gefördert wird die SIMEP vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Die Teilnahme ist kostenlos und setzt keine Vorkenntnisse voraus. Die Anmeldung als Helfer/in oder als Teilnehmer/in erfolgt online unter www.simep.eu.

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PressemitteilungenDonnerstag 08. September 2011

Wolf Klinz führt TV Interview zu den Auswirkungen und Ursachen der Finanzkrise

Als ehemaliger Vorsitzender des Sonderausschusses zur Finanz-, Wirtschafts- und Sozialkrise (CRIS), der seine Arbeit mit Beginn der diesjährigen EP-Sommerpause abgeschlossen hat, führte Herr Klinz am 08.September 2011 ein Interview zu den Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise.

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PressemitteilungenMontag 08. August 2011

Dr. Wolf Klinz Panelist auf der" Konferenz Reset Greece" am 7. September im Europäischen Parlament

Die Bewilligung von Kreditfaszilitäten und Grantien für Griechenland markiert den Höhepunkt der europäischen Staatsverschuldung. Von Kritikern wird diese Maßnahme bereits als Paradigmenwechsel in Richtung einer Transferunion gedeutet. Die Diskussion der Konferenz "Reset-Greece" stand daher ganz im Mittelpunkt des Aufzeigens von Lösungsansätzen, die über eine Bewilligung reine Garantiezusagen und Kreditlinien hinausgehen, um das angeschlagene Land wieder zukunftsfähig zu machen. Unter dem Motto "Towards a sustainable economic recovery programme" diskutierten hier Dr. Wolf Klinz (MdEP und ehemaliger Vorsitzender des Sonderausschusses zur Finanz-, Wirtschafts- und Währungskrise (CRIS), Johannes Hahn (Kommissar für Regionalpolitik und Jens Bastian (Alpha Bank Fellow St Antony's College) über mögliche Maßnahmenpakete zur Gesundung der griechischen Wirtschaft.

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PressemitteilungenDonnerstag 23. Juni 2011

"Das Problem ist halt die sogenannte Ansteckungsgefahr"

Wolf Klinz im Gespräch mit Gerwald Herter Angesichts der Schuldenkrise in Griechenland fordert der FDP-Europaparlamentarier tragfähige Sanktionsmechanismen. Bei Defizitvergehen müssten Strafen automatisch einsetzen. Gerwald Herter: Über das Gipfeltreffen, die Hilfen für Griechenland und den Euro habe ich vor wenigen Minuten mit dem FDP-Europaabgeordneten Wolf Klinz gesprochen. Er ist nicht nur Vorsitzender des Parlamentssonderausschusses für die Finanzwirtschafts- und Sozialkrise, sondern auch Diplomkaufmann und hat im Management einiger europäischer Unternehmen gearbeitet. Guten Morgen, Herr Klinz! Wolf Klinz: Guten Morgen! Herter: Herr Klinz, dass das Europaparlament aufgrund dieser Krise einen Sonderausschuss eingesetzt hatte, war schon beunruhigend, noch beunruhigender ist es, dass deutsche Wirtschaftskapitäne Anzeigen schalten und sich darin für den Euro aussprechen. Steht es wirklich so schlecht um unsere Währung? Klinz: Ja, also es wird ja auf der einen Seite von der Eurokrise gesprochen, und dem wird heftig widersprochen, indem die Leute sagen, eigentlich gibt es nur eine Schuldenkrise in einzelnen Mitgliedsstaaten der Eurozone und eigentlich hätten wir gar keine Eurokrise. Und in der Tat, wenn man sich anschaut, welche Bedeutung die griechische Wirtschaft im Rahmen der Eurozone hat, nämlich weniger als drei Prozent, dann fragt man sich schon: Ist es berechtigt, von einer Eurokrise zu sprechen und sollten wir nicht nur von einer griechischen Schuldenkrise sprechen? Herter: Aber ist es dann berechtigt, Griechenland Daumenschrauben anzulegen, harte Bedingungen zu stellen für weitere Kredite, wenn die griechische Wirtschaft nicht so bedeutend ist in der Eurozone? Klinz: Das Problem ist halt die sogenannte Ansteckungsgefahr. Die große Sorge - die ja auch Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank, mehr als einmal angesprochen hat - die große Sorge, dass die Schuldenkrise in Griechenland Auswirkungen hat über die Vernetzung des Finanzsystems auch auf andere Länder. Und da stellen wir fest, dass eben leider Gottes nach der globalen Finanzkrise - zu einer Zeit, als wir noch gar nicht über die Schuldenkrise gesprochen haben - der Finanzsektor so geschwächt worden ist und immer noch nicht so stark ist, dass er mögliche potenzielle Erschütterungen ausstehen kann. Wenn Griechenland zusammenbricht und damit das Ganze griechische Bankensystem zusammenbricht, dann hat das über die Vernetzung der internationalen Bankenwelt unmittelbare Auswirkungen auch auf andere Finanzinstitute und könnte potenziell wieder zu einer erneuerten globalen Finanzkrise führen. Herter: Deswegen kommt ein Schuldenschnitt nicht infrage, weil wir die Banken wieder schonen müssen, so wie in der Bankenkrise? Klinz: Ja, das ist die große Sorge. Genau weiß es keiner, genau weiß man es leider erst im Nachhinein. Das war ja das Problem bei Lehman, damals hat ja die amerikanische Regierung, als sie sich entschlossen hat, nicht diese Bank zu stützen, nicht damit gerechnet, dass das derartige Auswirkungen hat, und so ist es jetzt auch: Man will auf jeden Fall verhindern, dass durch ein Fallenlassen Griechenlands sich ein derart potenzielles Risiko auftut wie seinerzeit bei Lehman. Das ist das Problem. Zu Ihrer Frage noch mit den Daumenschrauben: Ich glaube, es ist schon verständlich und richtig, dass die, die jetzt dreistellige Milliardenbeträge noch mal an Griechenland geben, das mit gewissen Konditionen und Erwartungen verbinden, allerdings fehlt eine ganz wichtige Aktion dabei, nämlich die Hilfe für Investitionen. Herter: Und da hat sich die Europäische Kommission gemeldet, eine Milliarde Euro sollen da zur Verfügung gestellt werden. Was halten Sie davon? Klinz: Sie haben recht, das hat der Präsident Barroso angekündigt. Also ich glaube, dass eine Milliarde insgesamt zu wenig ist. Griechenland braucht ein Konjunkturanschubprogramm, ein Investitionsprogramm, was dem Land tatsächlich die Chance eröffnet, aus der Schuldensituation herauszuwachsen, denn nur Heraussparen wird nicht ausreichen. Und Herauswachsen geht nur dann, wenn man wirklich weiß, wo die Sektoren sind, wo man Wachstumspotenzial hat. Und das fehlt mir. Ich sehe weder in Griechenland selber, noch sehe ich Vorschläge, die aus der Europäischen Union kommen, die deutlich sagen, das könnte ein Geschäftsmodell für Griechenland sein. Und wenn hier investiert wird, gezielt investiert wird, dann wird es dem Land die Chance geben, tatsächlich ein Wachstum zu erzielen, was ihm hilft, aus den Schulden herauszukommen. Herter: Herr Klinz, abgesehen von Griechenland geht es bei dem Gipfeltreffen auch um den Eurorettungsschirm, um schärfere Strafen bei Verstößen gegen den Eurostabilitätspakt. Alles war schon bestens vorbereitet, da verlangt das Europaparlament, auch der Ausschuss, in dem Sie Mitglied sind, Nachbesserungen. Ist das ein gutes Signal? Klinz: Ich weiß nicht, ob man das als schlechtes Signal verstehen kann. Ich glaube, es ist unsere Aufgabenstellung als Abgeordnete, alles zu versuchen, dass die Mechanismen, auf die man sich jetzt zusammen mit dem Rat verständigt, tatsächlich in der Zukunft tragfähig sind. Wir müssen ja leider feststellen, dass alles, was man in der Vergangenheit hatte und von dem man glaubte, das ist ausreichend - Maastricht, Stabilitäts- und Wachstumspakt und so weiter -, letzten Endes eben nicht ausreichend gewesen ist, nicht zuletzt auch deswegen, weil sich die einzelnen Mitglieder großzügig über die ein oder andere Regelung hinweggesetzt haben. Das muss vermieden werden. Und wir wollen eine Nachbesserung vor allem in einem Punkt: Wir wollen, dass vorgesehene Sanktionen automatisch einsetzen, und wir wollen, dass die nur mit einer qualifizierten Mehrheit des Rates abgewendet werden können, und wir wollen verhindern, dass es in Zukunft so ist wie in der Vergangenheit, dass die Mitgliedsstaaten selber entscheiden, ob tatsächlich eine Verfehlung vorliegt. Denn dann beginnt wieder das Tüfteln und Ausschachern in den Hinterzimmern nach dem Motto: Pass mal auf, schone du mich dieses Mal, dann schone ich dich das nächste Mal. Und das haben wir alles schon gehabt, das führt zu nichts. Wir brauchen ganz klare, beinah automatisch einsetzende Regelungen und transparente Vorgehensweisen und Entscheidungen, sonst haben wir neue Mechanismen, die sich aber leider dann als zahnlos herausstellen werden. Herter: Das war der FDP-Europaabgeordnete Wolf Klinz, Vorsitzender des Sonderausschusses zur Finanzwirtschafts- und Sozialkrise. Herr Klinz, vielen Dank für das Gespräch und schönen Tag! Klinz: Danke Ihnen, schönen Tag!

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PressemitteilungenMittwoch 08. Juni 2011

ALDE-Press-Release: Credit rating agencies must end their conflict of interests

In response to the Commission's consultation on a future regulation of Credit Rating Agencies (CRAs), expected this autumn, the European Parliament adopted today a set of recommendations prepared by Wolf Klinz (FDP, Germany). The current oligopolistic structure, lack of accountability and transparency of CRAs have contributed to the worsening of the financial and public debt crisis in the Euro zone Member States. That's why according to the rapporteur, Klinz: "in order to break with the oligopolistic structure of the market, to intensify competition and to reduce dependency from the issuer pays model, we need new payment systems and a clear definition of liability of CRAs. We should also consider establishing an independent and autonomous European Credit Rating Agency as a foundation to foster competition." "A firm cut must also be made to the CRAs inherent conflict of interest, currently able to issue ratings while acting as consultancy firms - a cut that should go hand in hand with a Commission's assessment of the need to increase disclosure of information for all products in the field of financial instruments." "More transparency, accountability and less reliance on external credit ratings should inspire the forthcoming regulation whose ultimate goal is to restore confidence in the financial market."

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