
Dr. Wolf Klinz
Ich wurde am 13. September 1941 in Wien geboren. Nach dem Abitur in Hannover absolvierte ich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Paris, Wien, Madrid und Berlin, das ich 1963 als Diplom-Kaufmann abschloss. 1965 folgte die Promotion und 1966 der Erwerb des MBA am Insead in Fontainebleau. Ich bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder.
Meine berufliche Tätigkeit war bisher durch vier Schwerpunkte gekennzeichnet:
Nach mehreren Jahren in der Automobilindustrie arbeitete ich für die Unternehmensberatungsfirma McKinsey & Company, Inc. mehr als elf Jahre in den Büros London, Düsseldorf und Paris, davon über fünf Jahre als Partner. Meine Klienten waren hauptsächlich internationale Unternehmen der Investitionsgüterindustrie. Schwerpunkte meiner Beratungstätigkeit waren Strategie, Organisation und Restrukturierung.
Daran schlossen sich über 20 Jahre operative Unternehmensverantwortung als Vorstand und Geschäftsführer europäischer Großkonzerne aus den Bereichen Anlagenbau, Automatisierung und Messtechnik an.
Schließlich war ich als Mitglied des Vorstands der Treuhandanstalt Berlin an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik tätig (1990 bis 1994). An der gleichen Schnittstelle arbeitete ich von Ende 2000 bis April 2004 in meiner Funktion als Präsident der IHK Frankfurt am Main. Darüber hinaus war ich Vorsitzender der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen. Ebenfalls bis April 2004 gehörte ich dem Vorstand des Deutschen Industrie- und Handelskammertages an sowie der Fachkammer für Unternehmenspolitik der Europäischen Kommission. Beim DIHK leitete ich den Ausschuss Industrie und Forschung. Bis Oktober 2004 war ich Vizepräsident von Eurochambres in Brüssel. Um mögliche Interessenkollisionen zu vermeiden, habe ich mich in dieser Position nicht zur Wiederwahl gestellt.
In der jetzigen Ausübung meines FDP-Abgeordnetenmandats im Europäischen Parlament sehe ich eine logische Fortsetzung meines bisherigen Lebensweges. Als überzeugter Marktwirtschaftler unterstreiche ich gerade bei den anstehenden Reformen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Steuer, Föderalismus, Gesundheit und Renten die Bedeutung des freien und fairen Wettbewerbs, der Eigenverantwortung und des privaten Unternehmertums. Als Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Währung und des Ausschusses für Recht werde ich mich konsequent an den marktwirtschaftlichen Prinzipien orientieren. Nicht umsonst war bereits 1991 ein Portrait über mich als Treuhandvorstand in der Süddeutschen Zeitung von Herbert Riehl-Heyse mit „Der Marktwirtschaftler“ überschrieben.
In meiner Freizeit gehe ich gerne ins Theater, treibe Sport, bin im Rotary-Club aktiv (Gründungspräsident des RC Berlin-Brandenburger Tor) und genieße ein Glas Wein (Chevalier du Tastevin). Darüber hinaus gehört auch das Buchbinden zu meinen Interessen.